Antiquariat Michael Butter
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Kulturgeschichte

Anonym, Weibsbilder

Anonym. Die vorzüglichsten Rechte der deutschen Weibsbilder Als Jungfern, Bräute, Eheweiber, schwanger und gebährend betrachtet. Mit Einführung und Erläuterungen von Clausdieter Schott. 3. Auflage. (Frankfurt am Main, Alfred Metzner Verlag, 1984, Reprint der Ausgabe Wien 1791). 64 Seiten; 48 Seiten Kl.-8° Originalpappband mit Goldprägung und Leinenstruktur. - Gutes Exemplar.
20,- €
"In (den) Anfängen der Frauenbewegung, deren Entfaltung erst das 19. und 20. Jahrhundert erlebten, erscheint auch der kleine Traktat über 'Die vorzüglichsten Rechte der deutschen Weibsbilder'. Der Verfasser verbirgt seinen Namen, was bei dem angekündigten Thema nichts ungewöhnliches ist ... Auf der ersten Seite des Vorworts erfährt der Leser, daß der Autor ein Mann ist. Als bibliographische Ergänzung läßt sich noch der Wiener Verlag von Mösle ermitteln (W. Heinsius, Allgem. Bücher-Lexicon, 1793). (...). Die kleine Schrift folgt keinem hergebrachten Aufbau, sondern gliedert sich, wie es die Natur des Gegenstandes anbietet. In der schwächeren weiblichen Natur sieht der Verfasser auch den einen Grund für die gesetzliche Sonderstellung der Frau. (...). Wenn der Autor für seine Darstellung Natur und Tradition beruft, so will er wohlgemerkt keine Rechtsgeschichte der Frauen bieten, sondern fortgeltendes Recht beweisen. (Clausdieter Schott, Einführung und Erläuterungen, S. 11). (...). Ein Buch über 'die vorzüglichsten Rechte der deutschen Weibsbilder' überhaupt aber wurde bis dahin noch nicht geschrieben, und dem Verfasser dieser kleinen Schrift kommt das Verdienst zu, dieses Thema emanzipiert zu haben. (...). Wie das Büchlein in seiner Zeit aufgenommen wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls hat es wenig Nachklang gefunden. Dafür steht es zu sehr am Ende und zu wenig am Anfang eines Zeitabschnitts." (Ders., S. 18). In Hayn-Gotendorf's 'Bibliotheca Germanorum Erotica et Curiosa' ereilte das Werk "das unverdiente Schicksal unter 'Erotica' und 'Curiosa' eingeordnet worden zu sein." (Ders., S. 18 f.). - Joseph Kreuzer urteilte in seinem 'Handbuch der Litteratur des österreichischen Privatrechts', Wien 1808, S. 62, das Werk "ist mehr nach altem deutschen als nach österreichischem Rechte bearbeitet, daher zu unserem Gebrauche minder wichtig." - Hayn-Gotendorf VI, 377. [Bestell-Nr. 15976]

Ernst, Berliner Masseusen

Berlin - Ernst, Hermann. Berliner Masseusen und Manikuren. Leipzig, Leipziger Verlag, (1908). Mit einigen Anzeigenbeispielen. 90 S., 3 Bll. (Verlagsanzeigen). Originalbroschur. - Rücken oberhalb mit Verlust beschädigt, Umschlag etwas stockfleckig, S. 72 - 75 mit Kugelschreiber-Anstreichungen im weißen Rand.

65,- €

Seltene kulturgeschichtliche Schrift. - Inhalt: Berliner Masseusen. Masseusen-Annoncen. Organisierte und "wilde" Masseusen. Fashionable Massage-Institute. "Energische" Masseusen. Aus der Massagepraxis des Fräuleins Sophie X. Mißbräuche, Vergehen und Verbrechen in Masseusensalons. Moderne Schönheitspflege. Berliner Manikuren. Interessante Geständnisse einer Berliner Manikure. Kosmetische Toilette einer Mondaine. - Berlin-Bibliographie (bis 1960), 650; GV 34, 291. [Bestell-Nr. 1289]

Der Taufengel

Cuveland, Helga de. Der Taufengel. Ein protestantisches Taufgerät des 18. Jahrhunderts. Entstehung und Bedeutung. Mit einem Katalog nordelbischer Taufengel. (Hamburg), Friedrich Wittig, (1991). Mit Frontispiz, 6 montierten Abbildungen, 68 Abbildungen (davon 30 farbig) und 1 Karte. 204 Seiten. Illustrierter Originalpappband. - Sehr schönes, frisches Exemplar.

30,- €

Zugleich Dissertation, Hamburg 1990. [Bestell-Nr. 13998]

Doepler, Gedenkblatt

Erster Weltkrieg – Doepler, Emil (der Jüngere). Gedenkblatt für die Hinterbliebenen der gefallenen deutschen Soldaten. [1915]. Farbige Chemigrafie auf Karton. 54,0 x 43,0 cm. - Leicht stockfleckig, Einrahmungsspuren verso; im Ganzen von guter Erhaltung.

185,- €

„Besondere Bedeutung gewann Emil Doepler (1855 – 1922) als Kunstgewerbler bzw. als kunstgewerblicher Entwurfszeichner. (…). Äußerst geschätzt wurde er am preußischen Hof. (…). … seine vielseitigen Entwurfsarbeiten für den Hof gingen noch weit darüber hinaus – von Orden bis hin zu den Thronneubauten im weißen Saal und … dem Entwurf der 'Erinnerungsurkunde an einen Gefallenen', die der Kaiser mit Faksimileunterschrift im Krieg … verteilte.“ (Lorenz, Reklamekunst um 1900, S. 84). Anläßlich seines Geburtstages wurde am 27. Januar 1915 das Gedenkblatt von Kaiser Wilhelm II. in Auftrag gegeben, der Bibelspruch „Wir wollen auch unser Leben für die Brüder lassen“ (1. Joh.3, 16) wurde von ihm selbst ausgewählt. - Verordnungsblatt Nr. 5, 49. Jg., Berlin 1915. [Bestell-Nr. 15815]

Gädicke, Der Buchhandel

[Gädicke, Johann Christian]. Der Buchhandel von mehreren Seiten betrachtet, für solche Leser, die denselben näher kennen lernen, oder sich als Buchhändler etabliren wollen. Mit einem Vorwort C. H. Henning. 2. [unveränderte] Auflage. Greiz, C. H. Henning, 1834. VIII, 94 Seiten, 1 Blatt (Verlagsanzeige),  - Gutes Exemplar dieser seltenen Schrift.
450,- €
Gädicke (1763-1837) gründete 1799 eine eigene Verlagsbuchhandlung unter der Firmierung 'Gebrüder Gaedicke', 1804 verlegte er dieselbe nach Berlin. - "Gaedicke war selbst schriftstellerisch thätig, namentlich hatte er den Buchhandel zu seinem Studium erkoren. Sein bekanntestes Buch in dieser Beziehung ist  'Der Buchhandel von mehreren Seiten betrachtet', das eine kurze Charakteristik vom Sortiment und Verlag, wie sie sein sollen, entwirft und dessen hervorstechendster Zug die Pflege des Idealen ist. Die erste Auflage (Weimar 1803) erschien in seinem eigenen Verlage, die zweite bei C. H. Henning in Greiz, der den größten Teil des Verlages der Firma Gaedicke übernommen hatte. Von diesem ersucht, die zweite Auflage seines Büchleins neu zu bearbeiten, antwortete Gaedicke in einem ausführlichen Schreiben, das für seine Auffassung vom Buchhandel charakteristisch ist: 'ich kann mich am Schlusse meines 69. Jahrs nicht entschließen, für einen Stand noch eine Zeile zu schreiben, den jetzt Jedermann, ohne ihn gelernt zu haben, ergreifen darf, und bei welchem nur der eine Gedanke: man muß sehen, wie man fortkommt! in Ausübung gebracht wird. Was ich im Buchhändler-Wochenblatte etc. dann und wann mitgeteilt habe, weiß ich nicht mehr, und bin zu traurig gestimmt, dies aufzusuchen oder von neuem darüber nachzudenken.'" (NNdD). - Die doppelseitige Verlagsanzeige nennt die von C. H. Henning übernommene Verlagsproduktion der Gebrüder Gädicke, Berlin. Außer an Henning kam ein großer Teil des Verlages an die T. Trautweinsche Buchhandlung in Berlin, von dieser einzelnes nachher an  J. Guttentag. Außerdem übernahmen Gaedickesche Verlagsartikel die J. Ebnersche Buchhandlung in Ulm und die Ernstsche Buchhandlung in Quedlinburg. (Vgl. Neuer Nekrolog der Deutschen 1837 und Rudolf Schmidt, Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 2. Berlin/Eberswalde 1903, S. 287-288). - Holzmann-Bohatta I, 8311. [Bestell-Nr. 15259]

 

Stiftungsbuch der Stadt Leipzig

Leipzig - Geffcken, H[einrich] und H. [= Chaim] Tykocinski. Stiftungsbuch der Stadt Leipzig im Auftrage des Rates auf Grund der Urkunden und Akten des Ratsarchivs verfaßt ... Leipzig, Bär & Hermann, 1905. LVI, 736 Seiten. 4°. Originaler grüner Leinenband mit illustriertem Vorderdeckel. - Vorsätze erneuert, innen papierbedingt leicht gebräunt, an den Rändern stärker, Einband etwas angestaubt und fleckig, Rücken erneuert, der originale Rücken ist aufgeklebt.

180,- €

Umfangreiche Beschreibung der 1010 Stiftungen in chronologischer Folge. - Inhalt: Allgemeines über das Stiftungswesen in Leipzig. Geschichte und Beschreibung der einzelnen Stiftungen in chronologischer Reihenfolge. Alphabetisches Verzeichnis der Stifter und Stiftungen (S. 698 - 710). Verzeichnis der gangbaren Stiftungen nach den Bestimmungen. Terminkalender für Verleihung, Erhebung und Auszahlung der Stiftungszinsen. - "Im vorliegenden Stiftungsbuch, heute eine antiquarische Rarität, sind alle zur damaligen Zeit noch bestehenden Stiftungen sowie Schenkungen mit erhalten gebliebenen Kapitalien dokumentiert." (Karin Löffler, "Dem Gemeinwohl verpflichtet. Stiftungen in Leipzig", aus: Leipziger Blätter, 50/2007, S. 21). [Bestell-Nr. 14402]

Linter, Prosit!

Linter, Julius (Hrsg.). Prosit! Neues Deutsches Kommersbuch. Eine Sammlung der beliebtesten Studenten-, Kneip-, Volks- und Gesellschaftslieder. Mit einem Anhang: Der Bier-Komment. Stuttgart, Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung o. J. (ca. 1895). 192 S. Originalhalbleinenband. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren; gutes Exemplar.

120,- €

[Bestell-Nr. 15816]

Fürst, Emil Rathenau

Rathenau - Fürst, Artur. Emil Rathenau. Der Mann und sein Werk. Berlin, Vita, Deutsches Verlagshaus, (1915). Mit Porträt Rathenaus nach einem Original von C. J. von Dühren in Gravüre. 1 weißes Blatt, 3 nicht numerierte Blätter, 119 S. Gr.-8°. Originalleinenband. - Gutes Exemplar.
45,- €
Erstausgabe. - Fundierte biographische Würdigung Emil Rathenaus (1838 - 1915), Gründer der AEG (1887), der neben Werner v. Siemens, eine der führenden Persönlichkeiten bei der Entwicklung der deutschen Elektroindustrie wurde. [Bestell-Nr. 6623]

 

Schiede, Die privatisirenden Fürsten

[Schiede, Johann Conrad]. Die privatisirenden Fürsten. [Erster Band] und "Zweytes und letztes Bändchen: Weisheit im Julius-Hospitale". 2 Theile (von 4). Bundesstadt; Deutschland [d.i. Erfurt, Hennings], 1802. 5 Blätter, VI, 360 Seiten; 4 Blätter, VIII, 416 Seiten; 8 Seiten (Verlagsanzeigen) Kl.-8°. Pappband der Zeit mit Buntpapierbezug und goldgeprägtem Monogramm mit Wappen auf beiden Vorderdeckeln. Mit grünem Lesebändchen. - Ecken und Kanten berieben und bestoßen, leichte Alters- und Gebrauchsspuren, vereinzelt An- und Unterstreichungen mit Bleistift; im Ganzen sehr gutes Exemplar.
650,- €
Die beiden Hauptbände in Erstausgabe in einem sehr schönen Exemplar aus einer unbekannten adeligen Bibliothek; komplett kaum zu finden. - Schiede (1760-1826) war ein evangelisch-reformierter Theologe, Hofprediger, Pfarrer und Schriftsteller. Seine Werke waren beim Leser sehr beliebt, enthielten sie doch häufig Seitenhiebe auf prominente Persönlichkeiten. - Teil 1 mit Widmung: An Dalberg, Den Weisheits= und Menschenfreund. - Teil 2: Dem Herrn von Savigny, Doctorn der Rechte, und dessen braven Freunden, den beyden Herren von Leonhardi gewidmet. - "Insgesamt erschienen von 1802 bis 1804 3 Bände und eine Zugabe. Satirisch-sarkastisches Hauptwerk Schiedes, der seit 1802 Landprediger bei Alzey 'im Departement Donnersberg (vorher Hofprediger zu Meerholz)' (Hamberger/Meusel XI, 665) war." (Kaminski, Verlagsverzeichnis Wilhelm Hennings 1797 - 1806, Nrn. 76 u. 77). - "Radikale Kritik an dem Fürstenstand. Antinapoleonisch. Schildert verbittert die Auswirkungen des Friedensschlusses zwischen Preußen und Frankreich. Bezeichnet den Fürstenstand als eine 'Passionsanstalt im Reiche der Vorsehung, in welchem Lahme, Blinde und Krüppel im Geiste ihre Versorgung finden'." (Kaldewey, Hehres & Triviales 9, 108, S. 52). - Goedeke V, 535, 85, 3; Weller I, 195; Hayn-Gotendorf II, 480; Wolfstieg II (Nachtrag), 27722a; Subversive Literatur. Erfurter Autoren und Verlage im Zeitalter der Französischen Revolution (1780 - 1806), S. 346 ff. (ausführlich zu Schiede). [Bestell-Nr. 15757] 

 

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