Antiquariat Michael Butter
Antiquariat Michael Butter

Kultur- und Sittengeschichte

Ernst, Berliner Masseusen

Berlin - Ernst, Hermann. Berliner Masseusen und Manikuren. Leipzig, Leipziger Verlag, (1908). Mit einigen Anzeigenbeispielen. 90 S., 3 Bll. (Verlagsanzeigen). Originalbroschur. - Rücken oberhalb mit Verlust beschädigt, Umschlag etwas stockfleckig, S. 72 - 75 mit Kugelschreiber-Anstreichungen im weißen Rand.

45,- €

Seltene kulturgeschichtliche Schrift. - Inhalt: Berliner Masseusen. Masseusen-Annoncen. Organisierte und "wilde" Masseusen. Fashionable Massage-Institute. "Energische" Masseusen. Aus der Massagepraxis des Fräuleins Sophie X. Mißbräuche, Vergehen und Verbrechen in Masseusensalons. Moderne Schönheitspflege. Berliner Manikuren. Interessante Geständnisse einer Berliner Manikure. Kosmetische Toilette einer Mondaine. - Berlin-Bibliographie (bis 1960), 650; GV 34, 291. [Bestell-Nr. 1289]

Der Taufengel

Cuveland, Helga de. Der Taufengel. Ein protestantisches Taufgerät des 18. Jahrhunderts. Entstehung und Bedeutung. Mit einem Katalog nordelbischer Taufengel. (Hamburg), Friedrich Wittig, (1991). Mit Frontispiz, 6 montierten Abbildungen, 68 Abbildungen (davon 30 farbig) und 1 Karte. 204 Seiten. Illustrierter Originalpappband. - Sehr schönes, frisches Exemplar.

25,- €

Zugleich Dissertation, Hamburg 1990. [Bestell-Nr. 13998]

Doepler, Gedenkblatt

Erster Weltkrieg – Doepler, Emil (der Jüngere). Gedenkblatt für die Hinterbliebenen der gefallenen deutschen Soldaten. [1915]. Farbige Chemigrafie auf Karton. 54,0 x 43,0 cm. - Leicht stockfleckig, Einrahmungsspuren verso; im Ganzen von guter Erhaltung.

125,- €

„Besondere Bedeutung gewann Emil Doepler (1855 – 1922) als Kunstgewerbler bzw. als kunstgewerblicher Entwurfszeichner. (…). Äußerst geschätzt wurde er am preußischen Hof. (…). … seine vielseitigen Entwurfsarbeiten für den Hof gingen noch weit darüber hinaus – von Orden bis hin zu den Thronneubauten im weißen Saal und … dem Entwurf der 'Erinnerungsurkunde an einen Gefallenen', die der Kaiser mit Faksimileunterschrift im Krieg … verteilte.“ (Lorenz, Reklamekunst um 1900, S. 84). Anläßlich seines Geburtstages wurde am 27. Januar 1915 das Gedenkblatt von Kaiser Wilhelm II. in Auftrag gegeben, der Bibelspruch „Wir wollen auch unser Leben für die Brüder lassen“ (1. Joh.3, 16) wurde von ihm selbst ausgewählt. - Verordnungsblatt Nr. 5, 49. Jg., Berlin 1915. [Bestell-Nr. 15815]

Gädicke, Der Buchhandel

[Gädicke, Johann Christian]. Der Buchhandel von mehreren Seiten betrachtet, für solche Leser, die denselben näher kennen lernen, oder sich als Buchhändler etabliren wollen. Mit einem Vorwort C. H. Henning. 2. [unveränderte] Auflage. Greiz, C. H. Henning, 1834. VIII, 94 Seiten, 1 Blatt (Verlagsanzeige),  - Gutes Exemplar dieser seltenen Schrift.
250, - € 

Gädicke (1763-1837) gründete 1799 eine eigene Verlagsbuchhandlung unter der Firmierung 'Gebrüder Gaedicke', 1804 verlegte er dieselbe nach Berlin. - "Gaedicke war selbst schriftstellerisch thätig, namentlich hatte er den Buchhandel zu seinem Studium erkoren. Sein bekanntestes Buch in dieser Beziehung ist  'Der Buchhandel von mehreren Seiten betrachtet', das eine kurze Charakteristik vom Sortiment und Verlag, wie sie sein sollen, entwirft und dessen hervorstechendster Zug die Pflege des Idealen ist. Die erste Auflage (Weimar 1803) erschien in seinem eigenen Verlage, die zweite bei C. H. Henning in Greiz, der den größten Teil des Verlages der Firma Gaedicke übernommen hatte. Von diesem ersucht, die zweite Auflage seines Büchleins neu zu bearbeiten, antwortete Gaedicke in einem ausführlichen Schreiben, das für seine Auffassung vom Buchhandel charakteristisch ist: 'ich kann mich am Schlusse meines 69. Jahrs nicht entschließen, für einen Stand noch eine Zeile zu schreiben, den jetzt Jedermann, ohne ihn gelernt zu haben, ergreifen darf, und bei welchem nur der eine Gedanke: man muß sehen, wie man fortkommt! in Ausübung gebracht wird. Was ich im Buchhändler-Wochenblatte etc. dann und wann mitgeteilt habe, weiß ich nicht mehr, und bin zu traurig gestimmt, dies aufzusuchen oder von neuem darüber nachzudenken.'" (NNdD). - Die doppelseitige Verlagsanzeige nennt die von C. H. Henning übernommene Verlagsproduktion der Gebrüder Gädicke, Berlin. Außer an Henning kam ein großer Teil des Verlages an die T. Trautweinsche Buchhandlung in Berlin, von dieser einzelnes nachher an  J. Guttentag. Außerdem übernahmen Gaedickesche Verlagsartikel die J. Ebnersche Buchhandlung in Ulm und die Ernstsche Buchhandlung in Quedlinburg. (Vgl. Neuer Nekrolog der Deutschen 1837 und Rudolf Schmidt, Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 2. Berlin/Eberswalde 1903, S. 287-288). - Holzmann-Bohatta I, 8311. [Bestell-Nr. 15259]

 

Stiftungsbuch der Stadt Leipzig

Leipzig - Geffcken, H[einrich] und H. [= Chaim] Tykocinski. Stiftungsbuch der Stadt Leipzig im Auftrage des Rates auf Grund der Urkunden und Akten des Ratsarchivs verfaßt ... Leipzig, Bär & Hermann, 1905. LVI, 736 Seiten. 4°. Originaler grüner Leinenband mit illustriertem Vorderdeckel. - Vorsätze erneuert, innen papierbedingt leicht gebräunt, an den Rändern stärker, Einband etwas angestaubt und fleckig, Rücken erneuert, der originale Rücken ist aufgeklebt.

120,- €

Umfangreiche Beschreibung der 1010 Stiftungen in chronologischer Folge. - Inhalt: Allgemeines über das Stiftungswesen in Leipzig. Geschichte und Beschreibung der einzelnen Stiftungen in chronologischer Reihenfolge. Alphabetisches Verzeichnis der Stifter und Stiftungen (S. 698 - 710). Verzeichnis der gangbaren Stiftungen nach den Bestimmungen. Terminkalender für Verleihung, Erhebung und Auszahlung der Stiftungszinsen. - "Im vorliegenden Stiftungsbuch, heute eine antiquarische Rarität, sind alle zur damaligen Zeit noch bestehenden Stiftungen sowie Schenkungen mit erhalten gebliebenen Kapitalien dokumentiert." (Karin Löffler, "Dem Gemeinwohl verpflichtet. Stiftungen in Leipzig", aus: Leipziger Blätter, 50/2007, S. 21). [Bestell-Nr. 14402]

Linter, Prosit!

Linter, Julius (Hrsg.). Prosit! Neues Deutsches Kommersbuch. Eine Sammlung der beliebtesten Studenten-, Kneip-, Volks- und Gesellschaftslieder. Mit einem Anhang: Der Bier-Komment. Stuttgart, Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung o. J. (ca. 1895). 192 S. Originalhalbleinenband. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren; gutes Exemplar.

120,- €

[Bestell-Nr. 15816]

Schlesische Kirchen-Historie

[Zschackwitz, Johann Ehrenfried und Philipp Balthasar] Sinold von Schütz. Schlesische Kirchen-Historie, Worinnen Der Schlesier unterschiedliche Religionen und Gottes-Dienste, Welche sie so wohl im Heyden- als Pabstthum Und nach erfolgter Reformation biß dato gehabt, kürtzlich vorgestellet werden / Wobey zugleich die von dasigen Evangelischen Ständen Wider die Päbstlichen Eingriffe Geführten Beschwerden Nebst denen darauff erfolgten allergnädigsten Käyserl. Begnadigungen, und hierüber ertheilten Privilegiis mit beygefüget worden: Alles mit unpartheyischer Feder entworffen. Die Andre Aufflage. - Der Schlesischen Kirchen-Historie Anderer Theil / Worinnen Was der Schlesischen Religions-Angelegenheiten halber Vor der Hohen Kayserl. und Königl. Schwedischen Commission Ferner Vorgegangen und gehandelt worden Kürtzlich enthalten / Und Mit unpartheyischer Feder entworffen Von Irenico Ehrenkron [d.i. Philipp Balthasar Sinold von Schütz]. 2 Teile in 1 Band. Freystadt (fiktiv), In Verlegung des Authoris, 1715; Freyburg (fiktiv), In Verlegung des Authoris, 1709. Mit gestochenem Frontispiz (Porträt Karls XII. von Schweden). 7 Blätter, 750 Seiten, 8 Blätter (Register);  8 Blätter, 606 Seiten,  4 Blätter(Register und Druckfehler-Verzeichnis). Kl.-8° Pergamentband der Zeit mit handschriftlichen Rückentitel. - Anfangs kl. Wurmgang, innen gebräunt; im Ganzen sehr gutes Exemplar.
450,- €
Seltene aus protestantischer Sicht geschriebene Kirchengeschichte. Behandelt Klöster, Kirchen, Jesuiten, 30jährigen Krieg, Pabst, päbstliche Gewalt, Schlesier, Schweden, Verfolgung der Christen durch die Heiden u.v.m. - Teil 1 wurde von dem Historiker Zschackwitz (1669-1744) geschrieben (ADB 45, S. 444 ff.) - Teil 2 mit Irenico Ehrenkron als Autor, ein Pseudonym für Sinold von Schütz (1657-1742, Todesjahr abweichend 1747). Sinold verfaßte den zweiten Teil seiner "noch jetzt geschätzten" 'Schlesischen Kirchenhistorie' während seiner Amtszeit unter "Herzog Karl von Württemberg-Oels zu Bernstadt in Schlesien ... unter dem Namen Irenicus Ehrenkron ..." (ADB 34, S. 400). - Loewe 1468/9. [Bestell-Nr. 16058]

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